24 April 2010

Saftladen (... oder eher Schnapsladen)

Auch 'ne Methode, den Umsatz künstlich zu verringern. Ich war heute in einem Riesensupermarkt, so 'ner Kette, bei der alles immer schön real bleibt. Dort hatten sie für jede Whisky-Sorte einen Belgekarton - Inhalt gibt es an der Information, also nach dem Bezahlen beim Verlassen des Marktes. Das ist ja auch nicht das Problem, sondern dass ich dann den Belegkarton einer Marke mitgenommen habe. Hab bezahlt, hab meinen leeren Karton gegen einen vollen getauscht. Nur bis die Marktleute jetzt den leeren Karton wieder zurückgebracht haben (was vermutlich auch so seine Zeit dauern wird) kann halt niemand anderes diese Whisky-Marke kaufen. Andernorts ist es wenigstens so, dass alle Belegkartons im Regal stellen, und man später eben nur die Flasche kriegt, statt den leeren Karton zu tauschen. Immerhin hatten die etwa ein Dutzend hochwertige Whiskys da (die einschlägigen Classic Malts und Glenfiddiche).

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24 Januar 2010

Verrückte Welt (1) - Kampf der Wohltätigkeitsorganisationen

Bisweilen begegnen einem Dinge in dieser Welt, die einen ein bisschen am Sinn des Ganzen zweifeln lassen. Dazu gehört derzeit die Umfrage einer Bank, die von Internetnutzer wissen will, welche wohltätigen Organisationen eine Spende verdient haben.

Zwar macht die Aktion - nachdem ich mich ein bisschen genauer darüber informiert habe - halbwegs Sinn. Doch trotzdem macht man damit Wohltätigkeitsarbeit zu einem Beliebtheitswettbewerb, und das erscheint mir reichlich krank.

Gut, hier ein Paar Details: Unter dem Slogan Chase Community Giving: You Decide What Matters stellte die amerikanische Chase-Bank ihr Wohltätigkeits-Budget von 5 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Dazu wurde auf Facebook eine Abstimmung ins Leben gerufen, bei der Chase eine Vorauswahl mit lokalen Wohltätigkeits-Organisationen gegeben hat, die zuletzt ein jährlichen Budget von unter 10 Millionen hatten (und denen daher unterstellt wurde, dass sie einfach nicht den Apparat haben, um professionell Spenden zu sammeln, weswegen die Chase-Bank sie als besonders förderungswürdig betrachtete, jetzt mal im Gegensatz zum Roten Kreuz und ähnlichen.).

Per Abstimmung wählten die Facebook-Nutzer aus der wohl sehr umfangreichen Liste eine Top100 - jede Organisation erhielt 25.000 Dollar (meinen Herzlichen Glückwunsch an Nummer 101...). Unter den Top100 wurde dann nochmal abgestimmt: Der Gewinner erhielt nochmal 1 Millionen, die Plätze zwei bis sechs je 100.000 US-Dollar.

Nun kann ich akzeptieren, dass die Bank a) ihre Wohltätigkeitsarbeit so pressewirksam umsetzt (das war bei Twitter und sicherlich auch bei Facebook DAS große Thema, in dem jeder Promi sein Fähnchen irgendwo hinsetzte), b) nicht ein internes Gremium über die Vergabe entscheiden lässt, weil da ja doch Vitamin B, persönliche Vorlieben oder Animositäten herrschen; c) dass sich alle Mitarbeiter bei solchen Organisationen für ihr Projekt einsetzen und richtig Dampf und Publicity machen.

Aber was ich schon recht krank finde ist der Ansatz, das Leute in einem großen Rahmen entscheiden sollen, was wichtiger oder würdiger ist. Ich weiß dass einer der Gewinner von 100.000 Dollar eine Selbstmord-Nothilfe-Hotline ist. Aber ist das ein soviel würdigerer Empfänger als sagen wir mal eine Wohneinrichtung für die Eltern krebskranker Kinder in Nähe eines Behandlungszentrums. Oder eine Wohneinrichtung, die in kalten Wintern Obdachlose vor dem erfrieren rettet. Solche Zwecke einem echten und letztendlich sehr oberflächlichen Beliebtheitswettbewerb zu unterwerfen ist schon eklig!

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14 Oktober 2009

Es wird schlimmer und schlimmer

Heute insgesamt über drei Stromrechner gestolpert. Der letzte hatte ein kleine Hilfe für Leute, die nicht wissen, wie viel Strom sie eigentlich verbrauchen - die Stromverbrauchsangabe war mit der Anzahl der Personen, die im Haushalt leben, fest verbunden. Es ist definitiv: Ich verbrauche Strom für drei...

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Stoff zum denken

Sollte mir folgendes Stoff zum Nachdenken geben: Habe gerade mal einen Stromkostenrechner genutzt. Die Voreistellung war halb doppelt so viele Bewohner im Haushalt und halb so viel jährlicher Stromverbrauch. Und reicht es, wenn ich zu meiner Entschuldigung anführe, dass bei mir auch war Wasser über den Strom geht?

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23 September 2009

Perfide: Der 5-Eur-Gutschein für thalia.de

Das nenne ich wirklich mal eine perfide Aktion. Ich war am Samstag etwas Bummeln. Dabei bin ich auch bei einer Filiale des Buchhändlers Thalia gelandet. Zwei Spontankäufe vom Wühltisch - ein Bildband über Karthografie und eine Art Mini-Übersicht über die Nationen und geografischen Gebiete der Welt mit 900 Seiten, davon 100 Seiten Index zu den Karten - sowie einen historischen Roman als Lesestoff für den Berufspendler kamen auf knapp unter 20 Euro.

An der Kasse gab es dann dazu einen 5 Euro Gutschein für Thalia.de. Der hatte zwei Besonderheiten. Zum einen kann man den nur komplett im Internet einlösen. Also auch Abholung in der Filiale ist extra ausgeschlossen. Kurzum: Die Verkäuferin der Filiale wird verpflichtet, mir einen Gutschein zu geben, der zum Ziel hat, dass ich in Zukunft statt in der Filiale im Internet kaufe.
Kaufe ich also einmal statt beim Online-Marktführer beim Konkurrenten und spare 25 Prozent. Denn natürlich werde ich genau für 20 Euro einkaufen - Mindestebstellmenge für den Gutschein ebenso wie Mindestbestellmenge für kostenlosen Versand bei Thalia. Rollenspielzeug, Lesestoff für die Bahn oder die Schnittmenge davon - Rollenspielromane. Dank gerader Preise beim Schwarzen Auge - 9, 10 und 11 Euro für verschiedene Produktkategorien - kann ich da eine Punktlandung machen.

Das zweite bemerkenswert ist aber, dass Thalia.de ja auf deutsche Bücher wegen der Buchpreisbindung keinen Nachlass geben darf. Also kommt der Gutschein nicht von denen, sondern wird von jemand anderes gesponsort - Die Zeit. Wie das zusammen passt mag mir mal jemand mit mehr Ahnung erklären. Ich vermute aber mal wieder halblegale Schiebereien.

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13 September 2009

Andere Länder, andere Sitten

Mist, Finger verbrüht! In Hessen wie in Nordrhein-Westfalen gibt es Wasserhähne weitestgehend in der klassischen Ausführung: Einen Drehknopf für warmes und einen für kaltes Wasser. In Berlin ist das weitestgehend anders: Einen Drehknof für die Temperaturmischung und einen für die Wasserstärke. Und es gibt (bei öffentlich zugänglichen Wasserhähnen) eigentlich immer einen Spaßvogel, der den Temperaturregler auf so-beschissen-heiß-wie-es-geht stehen lässt. Und wenn ich dann im Gedanken versunken nur den Kaltwasser-Regler aufdrehe - weil ich für gewöhnlich Hände nur mit kaltem Wasser wasche - ist das in Wirklichkeit die Wassermenge, und statt kaltem Wasser kommt höllen-heißes Wasser.

Normaler Weise ist das Wasser am Ausgangsende ja auch schon ein bisschen abgekühlt, weil es halt ein bisschen abgestanden ist - und man hat noch etwas Zeit, auf die plötzliche, unerwartete Wärme zu reagieren - aber diesmal hat es mich brühheiß erwischt. Mist!

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