31 März 2006

Sehen und gesehen werden

Auf N24.de gibt es einen kurzen Bericht über einen Aspekt der New Yorker Sozialkultur. Das in der Stadt, die niemals schläft, sich die Leute gerne mit Fernrohren und ähnlicher Ausrüstung gegenseitig beobachten, d&uurml;fte für die meisten nicht neu sein. Immerhin werden in der Stadt, in der man den Himmel Nachts nicht sehen kann pro Woche 100 Fernrohre verkauft, dazu diverse unverfänglichere Sehhilfen.
Neu an dem Mix erscheint mir, dass das Ausspähen mittlerweile so weit verbreitet ist, das man als Hochhausbewohner eben nicht mehr annehmen kann, allein durch die Wohnhöhe vor den Augen der Nachbarn geschützt zu sein. Wer sich immer noch keine Vorhänge zulegt, spielt also auch ein bisschen mit dem eigenen Hang zum Exibitionismus.

[Momentan in Winamp: Janis Ian - When the Silence Falls ]

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